Neujahrs-Schneeschuhwühlerei ala bonneur aufs Faulhorn (2681m)

Und wieder einmal hat Guide Marko zugeschlagen und eine wahrliche Traumtour rausgesucht. Für den Neujahrstag sollte es von Grindelwald (~1000m) auf das Faulhorn (2681m) gehen. Dafür haben wir natürlich wieder unsere Schneeschuhe angeschnallt, sind aber erst relativ spät (gegen 10 Uhr) in Grindelwald gestartet. Ein langer Tag stand bevor.

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Das Wetter hätte besser wiedermal nicht sein können: blauer, wolkenloser Himmel, kein WInd und Temperaturen um den Gefrierpunkt, in der Sonne gefühlt auch einiges darüber.

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Am Anfang ging es über bestens präparierte Schlittelpiste und bereits gespurte Wanderwegen relativ zügig voran. Wir hatten wieder einen guten Schritt drauf und an den Steilpassagen geschwitzt wie die Stiere. Belohnt wurden wir für unsere Mühen durchweg mit bestem Panorama. Meter für Meter, Minute für Minute wurde die Aussicht besser auf Grindelwald, der kleinen Scheidegg, dem Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau und unzähligen weiteren Bergriesen. Nach 2 Stunden Kraxelei gönnten wir uns eine kleine Pause mit Käsebrot, Trockenobst, Schoki und Tee.

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Frisch gestärkt und ausgeruht konnte die Wühlerei beginnen. Das Ziel, das Faulhorn auf 2681m, hatten wir von nun an immer im Blick. Gute 1000 Höhenmeter waren es aber noch und wir rechneten mit um die 2 Stunden Aufstiegstzeit bis zum Gipfel.

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Fehlanzeige! Bereits die ersten Schritte ließen erahnen, dass das kein Spaziergang werden würde. Es war nichts gespurt und der Schnee durch die Sonne extrem pappig. Mal versanken wir 30 cm, mal 50cm und mal verschwand das ganze Bein im tiefen Schnee. Noch dazu klebten ständig zusätzliche 2 Kilo pappiger Schnee an jedem Schneeschuh und es war als würde uns jemand von hinten festhalten.

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Kaffeebohnenartig in Slowmotion schlichen wir also Richtung Gipfel. Durch die Gemütlichkeit am Morgen hatten wir nun auch noch die Uhr im Nacken. Um gleichmäßig voran zu kommen, wechselten wir uns regelmäßig ab. (Vorn war der Puls über 160, hinten bei gemütlichen 130.)

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Und obwohl ich zwischendurch nicht mehr dran geglaubt hatte, erreichten wir nach über 5 Stunden Aufstieg das Faulhorn. Welch Freude und vor allem welch Panorama. Von hier oben konnten wir über die meisten Berge drüber blicken und sogar bis zum Schwarzwald hinter kucken. Der absolute Wahnsinn, immer wieder herrlich. Nach dem 1. Versuch Besteigungsversuch in 2006 hat es nun endlich geklappt. Das Faulhorn ist bezwungen!

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Doch lange konnten wir uns hier oben nicht aufhalten. Es war bereits 15:30 Uhr und 16:30 Uhr wollten wir spätestens an der Bahnstation am First (2167m) sein um uns dort einen Schlitten auszuleihen und runter schlitteln zu können. Doch der Plan platzte schneller als gedacht. Zu lang war noch der Weg bis zum First.

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Also bogen wir unterwegs rechts ab und folgten dem Schneeschuhtrail und schließlich einem Schlittelweg bis runter zum Auto wo wir gegen 18:45 Uhr total mürbe im Dunkeln ankamen.

Fazit: Das war das härteste Neujahr ever, aber auch das herrligste!

Strava Tour

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