Neuseeland – Nur noch wenige Wochen

Lange war es ruhig auf meinem Blog. Doch das wird sich in den nächsten Wochen und Monaten wieder maßgeblich ändern. Denn wie bereits angekündigt, ist nach der Reise vor der Reise! Mein Balkanabenteuer im Sommer liegt nun knapp 2 Monate zurück und es wird langsam wieder ernst bzw. abenteuerlich und herrlich: Ende Dezember fliege ich für 6 Monate, ich buchstabiere:

 s-e-c-h-s    M-o-n-a-t-e

nach Neuseeland. Oh Mann! Schon während ich diesen Satz schreibe, kocht in mir absolute Vorfreude und Abenteuerlust hoch. Ich kann es kaum noch abwarten. Doch so einfach wie es anfangs schien, „mal eben“ nach Neuseeland zu fliegen, ist es dann doch nicht. Vom Entschluss nach Neuseeland zu fliegen bis zum heutigen Tag habe ich bereits unzählige Stunden mit Planung und Organisation verbracht. Man glaubt gar nicht an was man vor Reiseantritt alles denken muss.

Als erstes stand vor gut 18 Monaten ein Gespräch mit meinem Arbeitgeber an.  Ich erzählte ihm von meinem Vorhaben und hatte ein paar Wochen später die ersehnte Zusage für ein halbes Jahr freigestellt zu werden. Die Planung konnte beginnen.

Das Hauptziel Neuseeland stand schnell fest. Daneben gibt es noch einige Optionen die ich mir bis zuletzt offen halte. Tasmanien und Australien stehen zum Beispiel noch ganz oben auf meiner totravel Liste. Lediglich mein Zeitfenster ist fix denn Hin- und Rückflug sind bereits gebucht. Alles andere ist offen. Keine vorgeplanten Etappen, keine Orte an denen ich am Tag X sein will. Mein Fahrrad inklusive der Campingausrüstung machen mich da höchst flexibel. Durch die Erfahrungen, die ich während meiner Balkantour sammeln konnte, sehe ich dieser Reise extrem entspannt entgegen. Die Balkantour war quasi eine Art Schocktherapie was Infrastruktur, Lebensstandard und Anzahl Zeltplätze angeht – schlimmer kann es erst einmal nicht werden.

Somit waren die Rahmenbedingungen geklärt. Es konnte also ins Detail gehen:

  • Flugbuchung
  • Radtransport zum Flughafen? Radverpackung während des Fluges?
    • Eine Spedition holt mein Bike bereits Tage vorher bei mir ab, sodass ich entspannt per Zug nach Frankfurt auf den Flughafen reisen und es dort in Empfang nehmen kann.
    •  Lenker drehen, Pedalen ab, Luft aus den Reifen, große Plastiktüte über das komplette Bike – fertig. Somit bleibt das bike rollbar, lässt sich auf dem Flughafen besser händeln und wird vom Flughafenpersonal als Fahrrad wahrgenommen und nicht herum geworfen wie es womöglich in einem Karton der Fall wäre.
  • Gepäcktransport, Kosten Übergepäck?
    • Insgesamt hat mein Gepäck ein Gewicht von etwa 37 kg. Die Freimenge auf meinem Flug beträgt 37 kg (inklusive 7 kg Handgepäck). Das ist mir zu knapp. Ein Kilo Übergepäck kostet um die 70 $. Ich werde deshalb ein Teil meines Equipments vorab per Post nach Neuseeland schicken. Dafür habe ich die erste Übernachtung bereits gebucht und mit dem Gastgeber alles Nötige abgesprochen. Die Neuseeländer scheinen sehr freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend zu sein. Als Antwort auf meine Frage ob dies denn möglich sei, kam ein promptes: „sure you can….“. Somit habe ich also schon mal 10 kg weniger zum Flughafen zu schleppen. Aber mal einfach senden ist auch nicht drin. Zuerst musste ich noch die Zollpapiere ausfüllen, also Gewicht und Wert jedes Artikels und Gesamtgewicht auflisten und zur Sicherheit noch Fotos von jedem Artikel machen.
  • Krankenversicherung
    • Da mein Arbeitsverhältnis für die 6 Monate ruht, zahlt auch niemand in die gesetzliche KV ein. Überdies nützt sie auch nichts bei längeren Auslandsaufenthalten. Es galt die KV über mein Vorhaben zu informieren damit sich nachher niemand wundert. Gleichzeitig musste eine Auslandskrankenversicherung her. Bei der AXA bin ich fündig geworden, kostet 1 € pro Tag.
  • Nebenkosten/ Strom
    • Abschlagszahlungen für Strom können während dem Zeitraum auf 0 gesetzt werden.
  • Telefonanbieter
    • Vertragsstillegung. Hier muss der Beweis erbracht werden, dass man tatsächlich für 6 Monate im Ausland ist. Gar nicht so einfach. Die Bescheinigung der Auslandskrankenversicherung soll hier angeblich reichen. Da bin ich mal gespannt.
  • Visum Neuseeland
    • Mal eben verreisen und dann noch für länger als 3 Monate – gar nicht so einfach wenn das Land Neuseeland heißt. Der Visumantrag umfasst mehrere Seiten. Ich habe lange daran gesessen ehe er endlich fertig war. Neben unzähligen Fragen über meine Person, sei es beruflich, medizinisch oder sonstwas, sind eine Vielzahl an Dokumenten nötig:
      • Passfotos
      • Bestätigung des Arbeitgebers über die Freistellung
      • Flugtickets
      • Kontoauszüge wo ersichtlich wird, dass man für den Zeitraum für sich sorgen kann, 1000NZ$ ( = 600€ ) soll man pro Monat vorweisen können.
      • Kontoauszug wo ersichtlich wird, dass die Flugtickets auch bezahlt sind
      • Zur Sicherheit noch die Auslandskrankenversicherung
      • 100 € Visumgebühr, 18 € handling fee und 20 € courier fee
  • Bike auf Vordermann bringen. Hierzu habe ich es ausnahmsweise aus der Hand gegeben. Der Besitzer vom Bikeshop in St. Gangloff versteht was von seinem Handwerk und war selbst bereits mehrere Male mit dem Bike auf großer Entdeckertour.
  • Allgemeines Aufrüsten meiner Ausrüstung (Kamera, Regenklamotten, Merino, Garmin Karten).

Was folgt als nächstes? Wieder richtig gesund werden!

Bis dahin: Keep smiling! 🙂

Euer Musch

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare bisher. Was sagst du dazu?

  1. Elmar Besanowsky sagt:

    Ich drück dir schon jetzt beide Daumen das alles so klappt wie du es dir vorstellst.
    Deine Reiseberichte werde ich natürlich wieder regelmäßig verfolgen.
    Grüße aus VS von
    ELMAR

    01/11/2015
    Antworten
  2. Frank sagt:

    Hi Elmar,

    Danke!
    Es ist immer wieder schön zu lesen, dass es mein Blog mit den Berichten bis nach VS schaffen.
    Bald gehts los! 🙂

    Tschau!

    02/11/2015
    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.